E-Commerce-Trends für 2018


14.12.2017, Lesezeit: ~4min

Welche Tech-Trends verändern den E-Commerce 2018?

Es ist Teil unserer Firmen DNA, den Blick nach vorne zu richten und Erkenntnisse zu verinnerlichen. Eines ist jetzt schon klar, wir sind in einem neuen Technologie Universum angekommen und der Fokus liegt zu 100 % auf dem Kundenerlebnis. E-Commerce steht unter dem Motto: simplify the life of your customer - sei komfortabel, sei einfach, sei schnell.

Diese zwei Tech-Trends werden den E-Commerce 2018 maßgeblich verändern.

Voice Commerce

„Wie wird das Wetter heute?“ - Siri & Co sagen es Ihnen. „Alexa, ruf mir ein Taxi.“ - Amazons Echo bestellt. „Mia, ist noch Butter da?“ - Liebherrs Kühlschrank lässt es Sie wissen.

Keine Frage, es gibt noch viel Verbesserungspotential, doch mit Amazons Alexa sind intelligente Lautsprecher massentauglich in die Wohnungen und Häuser eingezogen. Google Assistant, Microsofts Cortana und Apples Siri kommen in den Markt nach. Der Kunde muss den Computer nicht mehr verstehen, es bedarf keines Handgriffs mehr; die Sprache – komfortabel, einfach, schnell – steuert die Prozesse.

Personalisierter Einkauf durch KI

Intelligente Lautsprecher werden den E-Commerce mit Sicherheit fundamental verändern. Künstliche Intelligenz und Machine Learning sorgen für den nächsten Entwicklungsschub.

Der intelligente Sprachassistent führt den Kunden durch den Einkauf von alltäglicher Ware. Alexa wird von selbst wissen, was und wann ich etwas regelmäßig benötige, welche Marke ich bevorzuge und welchen Preis ich bereit bin dafür zu zahlen. Die mit Webcam und Touchscreen erweiterte Echo Show zeigt, wo die Reise hingeht. In Zukunft wird sie mir Kleidung empfehlen, mich beraten und auf Schnäppchen hinweisen.

Die Verbreitung von virtuellen Assistenten schafft nicht nur eine neue Einkaufswelt, sondern verändert auch andere Bereiche. Voice Search läuft nicht mehr über einzelne Schlüsselwörter, sondern über ausformulierte Fragen - damit verändert sich die Suchmaschinenoptimierung.  Genauso beschäftigen uns Themen wie Sicherheitsstandards und nahtlose Bezahlmöglichkeiten bei Käufen außerhalb des Amazonuniversums.

Was soll Ihr Skill können?

Vergleichbar mit Apple Store, in dem ich meine Apps aussuche und installiere, finden sich in der Alexa App verschiedene Skills, aus denen jeder Kunde wählen kann. Die Anzahl der verfügbaren Skills ist innerhalb von eineinhalb Jahren von 135 auf 15.000 angestiegen (Diagramm 1. Quelle Statista).

Amazon und auch Microsoft stellen ihre Sprachassistenten frei zur Verfügung. Hersteller von Produkten, Anbieter von Serviceleistungen und Onlineshopbetreiber können ihre eigenen Skills entwickeln.

Das machen auch wir. Wir fokussieren uns gerade auf das spannende Thema Voice Commerce. Bei unserem neuesten Projekt entwickeln wir einen Alexa Skill, mit dem im Onlineshop bequem per Spracheingabe Produkte auf Vorrats-, Wunsch- und Einkaufslisten gesetzt werden können.

An einer zweiten Sache sind wir gerade dran: Onlineshops, die wir mit dem Shopsystem KonaKart für Sie als Händler gebaut haben, können wir nun um ein eigenes VoiceSearch System erweitern.

Augmented Reality und Virtual Reality

Kennen Sie jene Menschen, die Shoppingcenter und Möbelhäuser meiden? Dort findet man sie kaum, vor dem Tablet oder Handy allerdings schon. Oder gehören Sie zu denjenigen, die Berge von Stoffmustern in der Gegend herumtransportieren, um zu testen, ob die Farbe der neuen Couch ins Wohnzimmer passt?

Shoppingerlebnis mit AR und VR

Augmented Reality platziert virtuelle Produkte in die reale Welt und eröffnet den Kunden ein komplett neues Shoppingerlebnis. In 3D-Ansicht und originalgetreu testet man, wie Möbel, Deko und andere Produkte in die eigenen vier Wänden passen, ob die Größe stimmt und ob die Farbe harmoniert. Virtuelle Anproben von Kleidung daheim sind möglich. Schließlich kommt die Ware per Klick in den Warenkorb und die Bestellung wird abgeschlossen. Komfortabel, einfach und schnell.

Virtual Reality erlaubt zusätzlich ein haptisches Erlebnis. VR macht es dem Kunden möglich, virtuell durch das neue Wohnzimmer, den neuen Garten oder den Shop zu spazieren. In Zukunft werden wir mit VR Brille virtuell durch die Kaufhäuser der ganzen Welt laufen und einkaufen. Alibaba verkaufte Virtual Reality Headsets aus Karton, ähnlich den Google Cardboards, um umgerechnet rd. € 0,13. Laut Statista soll sich der weltweite Umsatz mit Virtual Reality im Jahr 2021 auf rund 25,5 Milliarden US-Dollar belaufen. (Diagramm 2. Quelle Statista).

Virtuelles Einkaufen erobert den E-Commerce

Hierzulande Zukunftsvisionen meinen Sie? Nein. Einige Unternehmen machen es schon längst vor. Die Bäderplanung beschränkt sich nicht mehr nur auf Papier. Mit der AR App kann der Kunde die gewählte Kollektion im eigenen Bad betrachten und mittels VR sogar durch das geplante Traumbad vor Kauf spazieren. Sichtschutzprodukte werden im Printkatalog gescannt, mit AR App am eigenen Fenster visualisiert und bei Gefallen gleich in den Warenkorb gelegt.

Was soll Ihre AR App können?

Vor kurzem hat Apple gezeigt, wie sehr sie mit der Präsentation von ARKit und IOS11 ihren Fokus auf Augmented Reality gerichtet hat. Die prominenteste AR App dazu ist Ikea App Place. Google mit ARCore unterstützt ebenfalls diese Technologie. ARKit und ARCore sind Werkzeuge, die Apple und Google zur Verfügung stellen und mit denen Entwickler Augmented Reality Apps für das Smartphone entwickeln können. AR entwickelt sich aus dem Gamingbereich weiter und zieht in die Welt der Konsumenten ein.

Die Art und Weise, wie sich Kunden für Produkte und Dienstleistungen entscheiden, wird sich mit diesen Technologien stark verändern. Es wird entscheidend sein, dass österreichische Unternehmen mit diesen neuen Technologien offen umgehen, um wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben. Es ist unsere Aufgabe, Sie dabei zu unterstützen.


Petra Macek

Key Account Managerin

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